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Rauminhalt statt Wohnfläche

Umzug von der Hofstelle mit Scheune, Stall und Dachboden

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Wir ziehen im Löwenberger Land Haushalte um, zu denen mehr gehört als die Wohnräume: Scheune, Stall, Schuppen und der Dachboden über der Diele. Aufgemessen wird deshalb der Rauminhalt aller Gebäude auf dem Grundstück und nicht die Wohnfläche aus dem Mietvertrag. Was im Nebengelass steht, nehmen wir Gebäude für Gebäude auf, bevor eine Zahl im Angebot steht.

Offenes Scheunentor einer märkischen Hofstelle aus Feldstein und Backstein, daneben steht ein Möbelwagen
Offenes Scheunentor einer märkischen Hofstelle aus Feldstein und Backstein, daneben steht ein Möbelwagen

Warum die Quadratmeter aus dem Mietvertrag hier nichts aussagen

Eine Wohnfläche sagt, wie viel Fußboden geheizt wird. Für einen Umzug ist das die kleinere Hälfte der Auskunft. Auf einer Hofstelle steht das Umzugsgut selten nur im Haus: Es steht in der Scheune, im ehemaligen Stall, im Schuppen hinter dem Hof und auf dem Dachboden über der Diele. Diese Gebäude tauchen im Mietvertrag oder im Exposé gar nicht auf, weil sie keine Wohnräume sind. Sie füllen aber den Wagen. Wir rechnen deshalb in Kubikmetern und in Wegen, nicht in Quadratmetern, und schreiben jedes Gebäude als eigene Zeile ins Angebot. Wer uns eine Zahl aus dem Mietvertrag nennt, bekommt von uns keine Zahl zurück, sondern einen Termin zum Aufmaß.

Dass es hier kaum einen Haushalt ohne Nebengelass gibt, hängt am Zuschnitt der Gemeinde. Löwenberger Land ist nach Angaben von Wikipedia 244,8 Quadratkilometer groß und hatte zum 31. Dezember 2025 rund 8.482 Einwohner, das sind etwa 35 Menschen je Quadratkilometer. 58 Prozent der Fläche sind Landwirtschaft, 33 Prozent Wald, nur 6 Prozent entfallen auf Siedlung und Verkehr. Gebaut wurde entsprechend: Dorfstraßen mit Hofstellen, dahinter Wirtschaftsgebäude, die längst keine Tiere mehr beherbergen und trotzdem voll sind. Ein Umzug ist hier deshalb selten ein Wohnungsumzug und fast immer ein Hausumzug im Löwenberger Land über mehrere Gebäude hinweg.

Was in Scheune, Stall und Schuppen wirklich steht

Der Inhalt eines Nebengelasses folgt einem erstaunlich festen Muster. Ganz vorn steht, was oft gebraucht wird: Gartengerät, Fahrräder, Leitern. Dahinter liegt, was einmal im Jahr an die Reihe kommt, und ganz hinten steht das, was seit dem Einzug nicht mehr bewegt wurde. Gerade diese hintere Schicht kostet Zeit, weil sie erst freigeräumt werden muss, bevor sie überhaupt zu tragen ist. Beim Aufmaß gehen wir deshalb bis an die Rückwand und nicht bis zur ersten Stapelreihe. Was wir dort sehen, ordnen wir sofort einer von drei Gruppen zu: kommt mit, wird untergestellt, bleibt zurück. Diese Einteilung ist die halbe Planung.

Zwei Dinge behandeln wir gesondert, weil sie sich nicht wie Möbel verhalten. Das eine ist Brennholz. Es ist schwer, es ist schmutzig, und lose geladen verteilt es sich über den halben Laderaum. Soll es mit, planen wir einen eigenen Ladeabschnitt und eine eigene Zeit dafür ein. Das andere sind Betriebsstoffe: Kraftstoff im Kanister, Motoröl, Farbreste, Gasflaschen. Solche Behälter fahren nicht zwischen Polstermöbeln mit. Wir sagen Ihnen beim Aufmaß, was davon vorher geleert oder getrennt gebracht werden muss, damit am Umzugstag niemand vor der offenen Ladeklappe darüber verhandelt. Beides steht schriftlich im Angebot und nicht in einer Nebenabrede.

Was wir im Nebengelass Stück für Stück aufnehmen

  • Handwerkzeug, Kisten mit Schrauben und Beschlägen, Werkbank samt Inhalt
  • Maschinen mit Motor: Rasenmäher, Häcksler, Kettensäge, Kompressor
  • Gartengerät, Schubkarre, Leitern, Schläuche und Rankhilfen
  • Brennholz, Kohle und Briketts, getrennt nach Menge und Ladeabschnitt
  • Altes Baumaterial: Dachziegel, Bretter, Steine, Dämmreste, Fensterrahmen
  • Reifen, Fahrräder, Anhängerteile und alles Sperrige ohne Griffe

Der Dachboden über der Diele

Über der Diele liegt in vielen Hofstellen ein Boden, der nie zum Wohnraum ausgebaut wurde. Hinauf geht es über eine Einschubtreppe oder über eine feste Holzstiege, seltener über eine Leiter von außen. Oben gibt es meistens keinen durchgehenden Fußboden, sondern Bohlen zwischen den Balken, und Stehhöhe herrscht nur im First. Für den Umzugstag hat das eine klare Folge: Dort oben wird nichts getragen, dort oben wird gereicht. Zwei Kräfte arbeiten auf dem Boden, eine nimmt unten an. Große Stücke, die einmal in Einzelteilen hinaufgebracht wurden, gehen auch in Einzelteilen wieder herunter, und das planen wir vorher ein.

Was auf so einem Boden liegt, ist selten schwer und fast immer sperrig: Körbe, Kartons mit Papier, Weckgläser, Koffer, Kinderbetten, Vorhangstangen, gelegentlich ein zerlegter Ofensatz. Der Aufwand entsteht nicht durch das Gewicht, sondern durch die Zahl der Handgriffe und durch den Staub. Deshalb setzen wir den Dachboden an den Anfang des Tages. Wer ihn hinten anstellt, steht am Nachmittag mit einem halb beladenen Wagen und zwanzig Kisten im Hof, für die kein Platz mehr vorgesehen war. Was oben bleiben soll, wandert im selben Zug in den Stapel für die Entrümpelung im Löwenberger Land.

Wie wir eine Hofstelle aufmessen

Wir kommen auf den Hof und gehen jedes Gebäude einzeln ab, mit Zollstock, Kamera und Block. Für jedes Gebäude notieren wir drei Dinge: Rauminhalt, Weg nach draußen und Zustand des Bodens. Der Rauminhalt entscheidet über die Wagengröße, der Weg über die Zahl der Träger, der Boden über die Hilfsmittel. Ein Stall mit gepflastertem Boden und großer Toröffnung ist zügig geräumt; derselbe Rauminhalt in einem Schuppen mit Erdboden und einer Tür von siebzig Zentimetern Breite braucht ein Vielfaches der Zeit. Diese Unterschiede stehen anschließend im Angebot, damit sie am Umzugstag kein Streitpunkt mehr sind.

Danach sprechen wir über die Reihenfolge. Auf einem Hof liegt fast immer mehr Gut als ein Wagen fasst, also entscheidet die Ladefolge über die Zahl der Fahrten. Wir laden von hinten nach vorn: zuerst der Dachboden, dann das Nebengelass, zuletzt die Wohnräume, damit das Empfindliche obenauf liegt und zuerst wieder herauskommt. Fallen Auszug und Einzug nicht auf denselben Tag, klären wir schon hier, welcher Teil zwischengelagert wird. Und wir sehen uns die Einfahrt an, denn ob der große Wagen bis vor die Diele kommt, entscheidet sich nicht am Haus, sondern an der Zufahrt und am Wendeplatz.

Diese Angaben nehmen wir je Gebäude auf

  • Grundfläche und nutzbare Höhe, daraus der Rauminhalt in Kubikmetern
  • Breite und Höhe der Öffnung, durch die alles hinausmuss
  • Untergrund vor dem Gebäude: Pflaster, Beton, Kies, Rasen oder Erde
  • Entfernung bis zum Standplatz des Wagens, in Schritten gemessen statt geschätzt
  • Was mitkommt, was untergestellt wird und was auf dem Hof zurückbleibt

Was der Umzugstag daraus macht

Ein Hofumzug ist selten mit einer Ladung erledigt. Wir setzen deshalb häufig zwei Fahrzeuge ein: den Möbelwagen mit einundzwanzig Kubikmetern für Möbel und Kisten, dazu einen Transporter, der zwischen Hof und Ziel pendelt und alles nimmt, was nicht gestapelt werden kann. Das ist keine Aufrüstung um ihrer selbst willen, sondern spart Fahrten. Wie viele Kräfte anfassen, hängt weniger am Rauminhalt als an der Zahl der Gebäude: Vier Ebenen und drei Türen bedeuten doppelt so viele Wege wie derselbe Rauminhalt hinter einer einzigen Wohnungstür. Wer das vorher weiß, plant den Tag und hofft nicht auf ihn.

Am Ende bleibt auf fast jedem Hof etwas übrig, das niemand mitnehmen will. Solange es um einzelne Stücke geht, laden wir sie im Anschluss mit auf und rechnen sie nach Zeit ab. Geht es um ein ganzes Gebäude, wird daraus ein eigener Auftrag, der den Umzugstag nicht aufhält; dafür gibt es die Haushaltsauflösung im Löwenberger Land. Wer nur die Wohnräume verlagert und das Nebengelass zunächst stehen lässt, bucht den kleineren Privatumzug im Löwenberger Land. Was das jeweils kostet, steht nachlesbar auf der Seite Preise. Wer nur einzelne Stücke von einem Gebäude ins andere bringen lässt, fragt den Möbeltransport im Löwenberger Land an; auch dafür kommt der Wagen bis auf den Hof.

Gebäudeteile einer Hofstelle und was sie für die Planung bedeuten
GebäudeteilWas dort meistens stehtWas wir dafür einplanen
WohnhausMöbel, Küche, Kleidung, BücherZerlegen und Packen nach Räumen, Empfindliches zuletzt geladen
Diele und FlurGarderobe, Schuhe, Durchgangsgut aller ArtFreihalten als Laufweg, hier wird nichts zwischengestellt
Dachboden über der DieleKartons, Körbe, Koffer, Saisongut, StaubErster Abschnitt des Tages, Kette statt Tragen, Handschuhe
ScheuneSperriges ohne Griffe, Baumaterial, AnhängerteileEigener Ladeabschnitt, Maße vorher genommen
Ehemaliger StallWerkbank, Werkzeug, Regale, MaschinenKleinteile in Kisten sichern, Maschinen einzeln aufnehmen
Schuppen und UnterstandGartengerät, Brennholz, Reifen, FahrräderNach Gewicht getrennt laden, Brennholz gesondert gerechnet
HofflächeTerrassenmöbel, Kübel, Hochbeet, AnhängerZum Schluss verladen, Wetter am Vortag geprüft
Was auf den Grundbetrag aufschlägt, steht beziffert im Angebot, bevor ein Termin bestätigt wird. Kommt am Umzugstag etwas dazu, hören Sie es vorher und nicht auf der Rechnung.

Fragen, die beim Aufmaß auf dem Hof gestellt werden

Warum reicht Ihnen die Quadratmeterzahl nicht?

Weil sie nur die beheizten Wohnräume beschreibt. Auf einer Hofstelle steht ein großer Teil des Umzugsguts in Scheune, Stall, Schuppen und auf dem Dachboden, und keines dieser Gebäude taucht im Mietvertrag auf. Zwei Haushalte mit gleicher Wohnfläche unterscheiden sich hier leicht um dreißig Kubikmeter. Wir messen deshalb den Rauminhalt jedes Gebäudes und die Länge der Wege und nennen erst danach einen Betrag, an dem wir uns messen lassen.

Sollen wir die Scheune vor Ihrem Besuch aufräumen?

Bitte nicht. Wir wollen sehen, was tatsächlich dort steht, und zwar bis an die Rückwand. Eine vorher freigeräumte Scheune führt regelmäßig dazu, dass am Umzugstag Gut auftaucht, das im Angebot fehlt. Räumen Sie lieber gemeinsam mit uns gedanklich vor: Wir gehen die Reihen ab und schreiben mit, was mitkommt, was untergestellt wird und was zurückbleiben soll. Das Sortieren beginnt danach, mit einer Liste in der Hand.

Nehmen Sie Brennholz mit?

Ja, wenn es angemeldet ist. Brennholz ist schwer, gibt Schmutz ab und braucht mehr Laderaum, als die meisten schätzen, weil es nicht bündig stapelt. Wir laden es getrennt vom übrigen Hausrat, meistens auf dem zweiten Fahrzeug, und rechnen den Abschnitt eigens. Sagen Sie uns beim Aufmaß ungefähr die Menge, dann steht der Posten im Angebot. Unangemeldet vor dem Wagen entschieden wird es teurer als geplant.

Was passiert mit altem Baumaterial und Schrott?

Das läuft nicht über den Umzug, sondern über die Räumung. Dachziegel, Bretter, Dämmreste und Metallteile gehören auf unterschiedliche Wege, und die Gebühr des Wertstoffhofs geben wir unverändert weiter. Beim Aufmaß trennen wir diesen Teil ab und geben ihm einen eigenen Termin, damit er den Umzugstag nicht aufhält. Verwertbares wird verwertet, bevor etwas entsorgt wird. Was übrig bleibt, verlässt den Hof erst, wenn Sie es freigegeben haben.

Wie lange dauert es, einen Dachboden zu leeren?

Das hängt am Zugang, nicht am Rauminhalt. Über eine feste Stiege mit Geländer geht die Arbeit ungefähr doppelt so schnell wie über eine Einschubtreppe, bei der jedes Stück einzeln gereicht werden muss. Dazu kommt die Frage, ob oben ein durchgehender Boden liegt oder nur Bohlen zwischen den Balken. Wir sehen uns den Aufgang beim Aufmaß an und geben Ihnen einen Zeitrahmen, der diesen Unterschied bereits enthält.

Können wir Teile selbst wegschaffen?

Selbstverständlich, und bei kleinteiligem Gut lohnt es sich. Viele bringen Werkzeugkisten, Papier und leichte Kartons vorab selbst weg und überlassen uns die Möbel, die Maschinen und alles, was zu zweit getragen werden muss. Sagen Sie uns nur vorher, welcher Teil herausfällt, damit wir Wagengröße und Besetzung danach wählen. Wird auf eigene Faust vorgearbeitet, ohne dass wir es wissen, steht am Ende ein zu großer Wagen vor der Tür.

Warum wir jedes Gebäude einzeln aufnehmen

Vier Ebenen, drei Türen und ein Dachboden ergeben eine Reihenfolge, die vor dem Termin feststehen muss.

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Bauformen und Zufahrten

Gehört häufig zum selben Termin

Zufahrt, Wendeplatz und Feldweg

Unbefestigte Sandzufahrt zwischen Hecke und Stoppelfeld, auf dem Wendeplatz wartet ein Möbelwagen quer zum Weg

Ob der Möbelwagen bis an die Tür kommt: unbefestigte Wege, enge Toreinfahrten, tiefhängende Äste und lange Tragwege.

Möbel zwischenlagern

Mit Decken abgedeckte Möbel und mit Klebeband markierte Umzugskartons stehen gestapelt in einem trockenen Lagerraum

Wenn Auszug und Einzug nicht am selben Tag liegen: Möbel und Kisten werden untergestellt und nach Rauminhalt und Tagen gerechnet.

Vom Dachboden bis zum letzten Schuppen

Sagen Sie uns Ihren Auszugstermin, die Reihenfolge über die Gebäude legen wir vorher fest.