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Kartons für vierzig Meter

Packen für den langen Tragweg auf dem Land

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Auf dem Land entscheidet nicht das Treppenhaus über den Umzugstag, sondern der Weg von der Haustür bis zum Wagen. Er führt über Kies, Rasen oder altes Pflaster und ist häufig länger als drei Etagen Treppe. Wer dafür packt, wählt kleinere Kartons, hält das Gewicht niedrig, beschriftet nach Zielraum und stapelt in einer Reihenfolge, die den Wagen von hinten nach vorn füllt.

Mit Klebeband markierte Umzugskartons stehen gestapelt in einer Diele, durch die offene Tür führt ein Kiesweg über den Hof
Mit Klebeband markierte Umzugskartons stehen gestapelt in einer Diele, durch die offene Tür führt ein Kiesweg über den Hof

Warum auf dem Land anders gepackt wird als in der Stadt

In einer Stadtwohnung ist der Tragweg zweigeteilt: Treppe und Bordkante. Beides ist kurz, beides ist berechenbar, und der Wagen steht in Sichtweite der Haustür. Auf einem Grundstück am Ortsrand sieht der Weg anders aus. Von der Diele geht es über den Hof, an der Scheune vorbei, durch die Toreinfahrt bis zum Wagen, der auf festem Untergrund steht. Vierzig Meter sind dabei nichts Ungewöhnliches, sechzig auch nicht. Diese Strecke wird bei einem mittleren Haushalt zwei- bis dreihundertmal gegangen, und deshalb wirkt sich jedes Kilo, das zu viel im Karton liegt, nicht einmal aus, sondern hundertfach.

Dazu kommt der Untergrund. Ein Treppenhaus ist eben, trocken und beleuchtet. Ein Hofweg besteht aus Kies, Rasen, Betonplatten mit Fugen oder altem Kopfsteinpflaster, und nach einem Regen ist er glatt. Sackkarre und Rollbrett, die in der Stadt jeden zweiten Gang ersetzen, laufen auf Kies schlecht und auf Rasen gar nicht. Getragen wird also mehr als anderswo, und getragen wird von zwei Händen, die den Karton unten fassen. Ein Karton, der sich nicht sauber greifen lässt, kostet auf dieser Strecke mehr Kraft als zehn Kilo Zuladung. Deshalb lohnt sich hier, was in einer Stadtwohnung nach Übertreibung klingt: Griffe freihalten, Deckel schließen, Kanten sauber falten und keine Kiste bis an den Rand füllen.

Kartongröße und Gewicht: die wichtigste Entscheidung

Die Regel ist alt und wird trotzdem täglich gebrochen: Schweres in kleine Kartons, Leichtes in große. Bücher, Werkzeug, Geschirr und Konserven gehören in den kleinen Umzugskarton, und selbst der wird nur zu zwei Dritteln gefüllt. Bettzeug, Kissen, Kleidung und Lampenschirme dürfen in die großen Kisten, weil sie auch voll leicht bleiben. Wer Bücher in einen großen Karton packt, erzeugt ein Paket, das zwei Personen tragen müssen, das im Wagen nicht sauber stapelt und das auf halbem Weg abgesetzt wird. Genau dieses Absetzen ist der Zeitfresser, den man am Abend nicht mehr aufholt.

Als Maß für das Gewicht hat sich eine einfache Probe bewährt: Heben Sie den gepackten Karton an, gehen Sie damit einmal durch den Flur und stellen Sie sich vor, denselben Weg fünfmal hintereinander zu gehen. Wird die Vorstellung unangenehm, nehmen Sie ein Drittel wieder heraus. Zwanzig Kilogramm sind für kurze Wege vertretbar, für vierzig Meter über Kies sind fünfzehn die klügere Grenze. Der Boden jedes Kartons wird quer verklebt und nicht nur ineinandergefaltet, denn ein aufgehender Boden auf halbem Hofweg ist der teuerste Karton des Tages. Bei schweren Kisten kleben wir zusätzlich über die unteren Seitenkanten, weil dort der Zug ansetzt, sobald jemand den Karton am Rand statt am Griff anhebt.

Was in welche Kartongröße gehört

  • Kleiner Karton: Bücher, Ordner, Werkzeug, Konserven, Geschirr, Fliesen und Kleinteile
  • Großer Karton: Bettzeug, Kissen, Decken, Kleidung, Handtücher, Deko
  • Kleiderbox zum Hängen: Anzüge, Kleider, Mäntel, alles, was nicht knittern soll
  • Getrennt und beschriftet: Kabel, Schrauben und Beschläge zerlegter Möbel
  • Gar nicht in den Karton: Flüssigkeiten, Farben, Kraftstoff, Lebensmittelvorräte
  • In die eigene Tasche: Papiere, Schlüssel, Ladegeräte, Medikamente, Wertsachen

Beschriftung nach Zielraum, nicht nach Inhalt

Die meisten beschriften Kartons mit dem Inhalt, und beim Ausladen hilft das niemandem. Wichtig ist der Zielraum, denn danach wird der Karton getragen. Schreiben Sie also groß und lesbar auf, wohin die Kiste im neuen Haus soll, und zwar auf zwei gegenüberliegende Seiten und zusätzlich auf den Deckel. Im gestapelten Wagen sehen Sie nur eine Fläche, und welche das ist, entscheidet die Ladung. Ein zweites Wort zum Inhalt schadet nicht, aber es steht an zweiter Stelle. Wer will, nummeriert zusätzlich und führt eine kurze Liste; bei einer Zwischenlagerung ist das die halbe Miete.

Zwei Zusätze sparen später viel Nachfragen. Erstens ein deutliches Zeichen für zerbrechliche Kartons, damit sie oben liegen und nicht unter drei Kisten Werkzeug. Zweitens die Kennzeichnung der Kartons, die zuerst geöffnet werden: Kaffee, Wasserkocher, Bettzeug, Werkzeugkiste, Toilettenpapier. Diese Kisten kommen im Wagen zuletzt hinein und stehen damit beim Ausladen ganz vorn. Auf einem Hof mit langem Weg lohnt sich noch ein dritter Zusatz, nämlich die Etage oder das Gebäude: Was in die Scheune soll, muss nicht erst durch die Diele getragen und wieder herausgeholt werden. Ein Filzstift in der Tasche genügt dafür, und er gehört an den Anfang: Nachträglich beschriftet wird am Zielort erfahrungsgemäß keine einzige Kiste mehr.

Reihenfolge beim Stapeln und was ein Rollbrett taugt

Gepackte Kartons werden nicht dort abgestellt, wo gerade Platz ist, sondern dort, wo sie beim Beladen gebraucht werden. Bewährt hat sich, in jedem Raum an einer Wand zu stapeln, höchstens drei Kisten hoch, die schweren unten. Der Weg zur Tür bleibt frei, und zwar in voller Breite, denn zwei Träger mit einem Sofa brauchen mehr Platz als eine Person mit einem Karton. Türen werden ausgehängt, wo es geht, Teppichläufer eingerollt, Blumentöpfe aus dem Flur geräumt. Jede Stolperstelle auf dem Weg wird an einem Umzugstag zweihundertmal umgangen, bevor sie jemandem tatsächlich zum Verhängnis wird.

Beladen wird der Wagen von hinten nach vorn und von unten nach oben: schwere Möbel und Kartons zuerst an die Stirnwand, Schränke stehend, Matratzen an die Seitenwand, leichte Kisten obenauf, empfindliche Stücke zuletzt. Für Sie heißt das beim Packen: Was zuerst in den Wagen soll, steht am besten schon nah an der Tür. Wir sagen Ihnen vor dem Termin, in welcher Reihenfolge wir laden, dann stapeln Sie in derselben Ordnung vor. Wer Träger ohne eigenes Fahrzeug bucht und selbst fährt, findet die Sätze unter Umzugshelfer im Löwenberger Land. Wer nur einzelne große Stücke bewegen lässt, etwa einen Schrank von einem Haus in das andere, bucht stattdessen den Möbeltransport im Löwenberger Land.

Welche Hilfsmittel auf welchem Untergrund tragen

  • Glatter Beton und Pflaster ohne breite Fugen: Rollbrett und Sackkarre laufen gut
  • Grober Kies und Splitt: Rollen graben sich ein, hier wird getragen oder es werden Bohlen ausgelegt
  • Rasen und weicher Boden: nur mit Platten oder Bohlen als Laufweg befahrbar
  • Kopfsteinpflaster: Sackkarre mit großen Rädern, Rollbrett bleibt im Wagen
  • Stufen und Schwellen: Rampe statt Anheben, sonst kippt die Ladung nach hinten
  • Nasse Flächen aller Art: Schrittgeschwindigkeit, keine Kiste über Kopf tragen

Wetterschutz und der Blick auf den Wochenbericht

Ein Umzug über einen offenen Hof ist ein Umzug unter freiem Himmel. Ein Karton, der zehn Minuten im Nieselregen steht, ist am Boden weich, und weiche Böden reißen genau dann, wenn der Karton hochgehoben wird. Deshalb wird bei Regen nicht zwischengestellt, sondern durchgeladen, und deshalb liegen bei uns Planen und Folie im Wagen. Polstermöbel und Matratzen bekommen Hüllen, bevor sie das Haus verlassen, nicht danach. Für den Weg selbst gilt: Ein durchweichter Rasen wird nicht befahren, sondern mit Bohlen belegt, sonst steht dort nach zwanzig Gängen eine Furche. Auch der Wagen bleibt in dieser Zeit so weit geschlossen wie möglich: Eine offene Ladeklappe im Regen macht aus trockener Ladung binnen einer Viertelstunde nasse.

Im Winter kommt die Zeit dazu. Wird es früh dunkel, muss der lange Weg beleuchtet sein, und zwar nicht durch das Rücklicht des Wagens. Bei Frost werden Stufen und Rampen abgestumpft. Bei Schnee klären wir vorher, wer den Weg räumt, denn geräumt werden muss er vor der Ankunft und nicht danach. Wir sehen uns zwei Tage vorher die Wetterlage an und stimmen die Standplatzfrage darauf ab; was das für die Zufahrt bedeutet, steht auf der Seite Zufahrt, Wendeplatz und Feldweg. Kartons, Decken und Folie bringen wir vorab mit, siehe Preise.

Packmittel, die wir vorab bringen, und wofür sie auf dem Hofweg taugen
PackmittelSatzWofür es auf langen Wegen taugt
Umzugskarton, geliehen0,90 € je Stück und WocheDer Regelfall, wird nach dem Umzug wieder abgeholt
Umzugskarton, gekauft1,80 € je StückWenn Kisten im Keller oder auf dem Dachboden bleiben sollen
Kleiderbox zum Hängen, geliehen3,50 € je Stück und WocheKleidung bleibt am Bügel, kein Umräumen am Zielort
Packpapier, Bund mit 10 Kilogramm14 €Geschirr, Gläser und Vasen einzeln einschlagen
Luftpolsterfolie, Rolle mit 50 Metern19 €Kanten, Bildschirme und lackierte Flächen sichern
Möbeldecke, geliehen2,50 € je Stück und WochePolster und Tischplatten auf dem Weg über den Hof schützen
Was auf den Grundbetrag aufschlägt, steht beziffert im Angebot, bevor ein Termin bestätigt wird. Kommt am Umzugstag etwas dazu, hören Sie es vorher und nicht auf der Rechnung.

Was uns beim Packen am häufigsten gefragt wird

Wie viele Kartons brauchen wir?

Als grober Anhalt gilt: ein bis zwei Kartons je Quadratmeter Wohnfläche, bei vielen Büchern eher mehr. Wichtiger als die genaue Zahl ist, rechtzeitig zu bestellen und lieber fünf Kartons zu viel zu haben als drei zu wenig. Wir liefern die Kisten vor dem Termin an und holen das Leihgut nach dem Umzug wieder ab. Auf einer Hofstelle kommt das Nebengelass dazu, dafür rechnen wir gesondert.

Wann sollen wir mit dem Packen anfangen?

Drei bis vier Wochen vorher, und zwar mit dem, was Sie bis zum Umzug nicht brauchen: Bücher, Saisonkleidung, Keller, Dachboden, Nebengelass. In der letzten Woche folgen die Alltagsräume, am Vortag die Küche bis auf das Nötigste. Wer alles auf die letzten zwei Tage legt, packt schwer und unsortiert, weil die Zeit drängt, und das rächt sich auf einem langen Tragweg besonders deutlich.

Was dürfen wir keinesfalls in einen Karton packen?

Alles, was auslaufen, brennen oder verderben kann. Kraftstoff, Gasflaschen, Farben, Lacke und Spiritus fahren nicht zwischen Möbeln mit. Lebensmittelvorräte gehören nicht in eine Kiste, die tagelang steht. Papiere, Schmuck, Bargeld, Medikamente und Schlüssel nehmen Sie bitte selbst mit, statt sie zu verpacken. Nennen Sie uns beim Aufmaß, was an Sonderfällen vorhanden ist, dann klären wir vorher, wie es transportiert wird.

Lohnt sich ein Rollbrett auf dem Hof?

Auf glattem Beton oder Pflaster ja, auf Kies und Rasen nicht. Die kleinen Rollen graben sich ein, das Brett kippt, und die Ladung muss doch getragen werden. Wir bringen bei losem Untergrund Bohlen oder Platten mit und legen damit eine feste Spur, auf der Sackkarre und Rollbrett wieder funktionieren. Welche Variante nötig ist, entscheidet sich bei der Besichtigung der Zufahrt.

Sollen wir Möbel selbst zerlegen?

Nur, wenn Sie es ohnehin gewohnt sind. Wichtiger ist, dass Schrauben und Beschläge in einem beschrifteten Beutel am jeweiligen Möbelstück bleiben, sonst wird am Zielort sortiert, während der Wagen noch halb voll steht. Betten, Regale und breite Schränke zerlegen wir beim Termin selbst und bauen sie wieder auf. Sagen Sie uns vorher, welche Stücke Sie selbst übernehmen wollen, dann planen wir die Zeit entsprechend.

Was tun wir, wenn es am Umzugstag regnet?

Wir laden durch, statt zwischenzustellen. Kartons kommen nicht auf nasse Flächen, Polster und Matratzen bekommen Hüllen im Haus und nicht im Hof, und ein aufgeweichter Rasen wird mit Bohlen belegt. Zwei Tage vorher sehen wir uns die Wetterlage an und legen den Standplatz des Wagens danach fest. Ein Umzug fällt wegen Regen nicht aus, er wird nur anders geordnet.

Worauf Sie sich beim Packen verlassen können

Sie erfahren vorher, in welcher Reihenfolge geladen wird, und packen dann in derselben Ordnung vor.

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Ratgeber

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Ummelden nach dem Umzug

Kleines Backsteingebäude an einer Dorfstraße im Löwenberger Land, davor lehnt ein Fahrrad an der Hecke

Fristen und Wege nach einem Umzug in Oberhavel: Anmeldung, Wohnungsgeberbestätigung, Fahrzeug, Versorger, Post, Kita und Schule.

Gut gepackt ist halb getragen

Sagen Sie uns, wie viele Kisten Sie brauchen, wir liefern sie rechtzeitig an.